Karla Stanek
Hypermobilität
Stabilität statt Stretch – yoga-therapeutische Ansätze für Praxis & Unterricht
Yoga bei Hypermobilität
Stabilität statt Stretch – yoga-therapeutische Ansätze für Praxis & Unterricht
Ich bin zu unflexibel für Yoga“ ist vielleicht DER Satz, der am häufigsten im Zusammenhang mit Yoga fällt. Wer länger übt weiß – darum geht es nicht. Und gleichzeitig ist den wenigsten bewusst, dass das Gegenteil tatsächlich zum Problem für Praktizierende werden kann: Bei Hypermobilität richtet Yoga langfristig Schaden an.
Hypermobilität betrifft etwa 10–20 % der Bevölkerung – und gerade diese Menschen finden häufig ihren Weg ins Yoga. Denn hier gehören sie schon von ihren ersten Klassen an zu den vermeintlich „Besten“.
Allerdings benötigen sehr flexible Menschen eine andere Praxis, eine andere Ausrichtung sowie einen anderen Fokus als normal-mobile. Dabei spielt sich Hypermobilität nicht nur in den Gelenken selbst ab, sondern steht nach neuesten Erkenntnissen im Zusammenhang mit Faszien und Nervensystem.
D.h. sie zeigt sich nicht nur in einem großen Bewegungsumfang, sondern betrifft häufig auch Belastbarkeit, Regeneration und Körperwahrnehmung. Viele hypermobile Menschen erleben Instabilität, diffuse Schmerzen, schnelle Ermüdung oder ein unsicheres Gefühl im eigenen Körper.
Dieser Workshop ist für dich, wenn du Yoga unterrichtest und ein Repertoire an Assists und Variationen für hypermobile Teilnehmer aufbauen möchtest – sowohl für Gruppenklassen als auch im 1:1. Er richtet sich aber auch explizit an hypermobile Praktizierende, die langfristig eine gesunde Praxis etablieren möchten, um Yoga für sich statt gegen ihren Körper arbeiten zu lassen.
Der Nachmittag ist sehr praxisorientiert – mit einer Yogaklasse, die auf die Bedürfnisse hypermobiler Menschen ausgerichtet ist, einem Theorie-Teil zu Anatomie und aktuellen Erkenntnissen sowie einem Asana Lab, in dem wir gezielt in die Anwendung und in Assists gehen. Karla teilt mit dir ihr Wissen aus über 20 Jahren Yoga-Praxis und aus der Yoga-Therapie.
Ich bin Karla, Yogalehrerin und Yogatherapeutin, und tatsächlich bin ich damals aus dem oben beschriebenen Ego-Booster überhaupt beim Yoga geblieben. Schon immer eher unsportlich hatte ich beim Yoga durch meine Hypermobilität schnelle „Erfolgserlebnisse“. Bis ich dank vieler guter LehrerInnen im Laufe der Zeit begriff, dass diese Erfolge eher kontraindikativ waren und ich den Fokus meiner Praxis weniger auf Beweglichkeit und mehr auf Kraft und Stabilität legen sollte.
Seit über zehn Jahren beschäftige ich mich damit, Yoga-Praxis und Assists für hypermobile Körper anzupassen – und mit dem weit verbreiteten Mythos aufzuräumen, dass „ohne Probleme die Hände zum Boden zu bekommen“ ein Zeichen von Fitness oder gesunder Bewegung sei.
Datum/Zeit
Samstag, 25.4. | 13:30-17:00 Uhr im Studio BLG
Preis: 69,- € (regulär) // 59,- € Early Bird (bis 15.3.)
