Valentin Schreyer

Assistenz Studioleitung DTZ

Ich bin sehr, dankbar, den eigenen Weg mit Yoga gehen zu dürfen. Daher ist die Weitergabe von Mitteln, die helfen, uns in unserer Gesamtheit zu erfahren und Befreiung aus irreführenden Identifikationen zu erlangen, für mich ein großes Privileg. Yoga kann so viel mehr sein, als ein weiterer Trend, Sammeln der neuesten Entspannungstechniken oder simples Bodyworkout. In einer Gesellschaft, in der die Gewichtung auf Äußerlichkeiten und Erfolgreichsein immer mehr zunimmt und in der es scheint, als würde alles immer schneller werden, kann Yoga eine wertvolle Lebenshaltung bieten und uns helfen, gelassen zu bleiben.

Yoga begegnete mir als Kind. Meine Mutter praktizierte regelmäßig und als in der kleinen ländlichen Ortschaft, in der ich wohnte, Yogaunterricht angeboten wurde, war es ein Versuch wert, vielleicht dort Konzentration und Ruhe zu finden, denn man hatte mir Hyperaktivität diagnostiziert. Es half.
Mit Hilfe von Filmen mit Inhalten, die (auch) für Kinder eine Reise zu sich selbst darstellen können, gelang es der Lehrerin, uns auf die herausfordernde Praxis auf der Matte vorzubereiten.

Vielleicht ist das die Verbindung, die zu meinem heutigen Berufsleben geführt hat: Ich habe später Schauspiel studiert, arbeite in dem Beruf seit fast 20 Jahren. Das beinhaltet das Wirken auf der Bühne, wie vor den Kameras im Film und-Fernsehgeschäft. Aber auch für Radio-Hörspiele, als Sprecher für Dokumentationen und als Schauspiellehrer bin ich tätig. Letzteres hat mitunter dazu geführt, dass ich mich dazu entschloss, eine Ausbildung zum Yogalehrer zu machen. Meine yogischen Erfahrungen hatte ich bis dahin in den Unterricht mit Schauspielschülern einfließen lassen: Präsenz und Körperbewusstsein, Konzentration und Offenheit sind in der Menschen-Darstellung natürlich genauso Themen wie "beim Yoga". Und so war es naheliegend, dieses Wissen und die Herangehensweisen dazu zu vertiefen. Heute arbeite ich in beiden Berufen mit großer Freude.

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