Freie Yogalehrerin Theresa Andresen

Theresa Andresen

Alle Waffen mal ganz kurz fallen lassen. Ich erinnere mich noch genau an eine der ersten Yogastunden, die ich hier in Köln mitgemacht habe. Ich war damals komplett irritiert. Statt schneller, höher, besser, sollte ich mich plötzlich auf den Atem fokussieren. Auf den Moment. Meine Gedanken ziehen lassen. Hä?
Total verhärtet, körperlich wie emotional, ließ ich mich auf die Herausforderung ein. Die warme Stimme der Yogalehrerin, trug mich damals durch meine Praxis. Sie führte mich zu meinen Widerständen, ermutigte mich diese anzunehmen und zu beobachten. Unangenehme Empfindungen, wie Frust und Wut machten sich beim Praktizieren breit. Wellenartig kamen die Gefühle, bauten sich auf, um dann mit der Ausatmung wieder abzudriften. Für mich war das zunächst unangenehm, aber irgendwie auch spannend. Immer wieder ging es in den 90 Minuten darum weich zu werden, etwas loszulassen. Das Außen trat immer mehr in den Hintergrund, und ich kam meinem Inneren stückweise näher. Als ich dann am Ende im Shavasana lag, war ich sehr berührt. Ich spürte plötzlich eine innere Wärme, ein sanftes Pulsieren im Körper und die tiefe Verbundenheit zu allem was mich umgab.

Rückblickend bin ich dankbar, dass ich mich damals zum Yoga getraut habe und mich auf diese Entdeckungsreise eingelassen habe.
In meinen Stunden kombiniere ich fließende und kraftvolle Bewegungen mit einem Bewusstsein für den Atem und Passivität. Bei den Asanas geht es mir nicht um Perfektion, sondern um innere Stabilität, Präsenz und ganz wichtig – Verbundenheit.

 

Kurszeiten DTZ:
Magic Morning um 08:00 immer Freitags

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