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Yoga Therapie Programm

Ausbildung in 7 Modulen von 2010 - 2013

In diesem Programm zur Yoga-Therapie möchten wir Ihnen die Essenz aus traditionellem Yoga und Ayurveda sowie den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft näher bringen. Wir führen die grundlegenden Lehren des legendären Yogi Krishnamacharya mit den aktuellen medizinischen Kenntnissen zu einem qualitativ hochwertigen
intensivkurs im Bereich der Yogatherapie bei Erkrankungen des Bewegungsapparates zusammen.

Das Programm ist so gestaltet, dass es sich speziell an Yogalehrer/innen und fortgeschrittene Praktizierende richtet, aber auch für verwandte Bereiche offen ist.

Sofern möglich, wird die Synthese der Theorie von medizinischem und traditionellem Therapie-Wissen durch Falldemonstrationen, gemeinsames erforschen und intensives praktisches Üben bereichert, um so das erlernte
durch die eigene Erfahrung unmittelbar zu erleben und zu vertiefen.

Es sollen Richtlinien und Therapieprinzipien erarbeitet werden an Hand derer der Umgang mit Beeinträchtigungen oder Erkrankungen im Yogaunterricht effektiver und sicherer gemacht wird. Ziel ist es, die neu gewonnen Kenntnisse sofort in die eigene Unterrichtspraxis – insbesondere in den Einzelunterricht – integrieren zu können.

 

Struktur

Jedes der folgenden Module kann unabhängig voneinander besucht werden und ist so konzipiert, dass Sie die gewonnenen Erkenntnisse unabhängig von denjenigen aus anderen Modulen anwenden können.
Für jedes Modul wird ein Zertifikat ausgestellt. Nach Abschluss aller Module kann ein Gesamtzertifikat erworben werden.

Modul 1: Lendenwirbelsäule, Becken und untere Extremitäten (Bewegungsapparat, Teil 1)
Modul 2: Brust- und Halswirbelsäule, schultergürtel und obere Extremitäten (Bewegungsapparat, Teil 2)
Module 3 und 4: Erkrankungen anderer Körpersysteme (z.B. Diabetes, Asthma, Hypertonie usw.)
Module 5 und 6: Yoga-Psychologie und -Philosophie / Behandlung des Geistes
Modul 7: Abschlusskurs zur Integration des Gelernten, Repetition und Ausblick auf angrenzende Bereiche

Darüber hinaus wird es die Möglichkeit geben, in spezifischen Wochenendkursen oder Workshops spezielle themen unabhängig voneinander intensiver zu erforschen (z.B. spezifische erkrankungen, Ayurveda u.a.).

Hinweis
Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass die teilnahme am Kurs nicht berechtigt, therapeutisch tätig zu werden, wenn man nicht eine Ausbildung in einem medizinischen Grundberuf hat.

2010: Modul 1 - Lendenwirbelsäule, Becken und untere Extremitäten
Inhalt

1. Übersicht über die Anatomie und die Funktionen von Lendenwirbelsäule, Becken, Hüft-, Knie- und Fußregion
sowie Analyse von Körperhaltung und Bewegung.
2. Praktische erforschung („hands-on“) der relevanten funktionellen Anatomie in Asanas.
3. Beobachtung der Körperstruktur und funktion: Worauf muss ich achten? Was ist physiologisch und was nicht?
4. systematische Darstellung der verschiedenen Erkrankungen der Lendenwirbelsäule, des Beckens und der unteren extremitäten und ihrer besonderen Relevanz für Yogalehrer/innen:
a. Welche erkrankungen liegen am häufigsten vor?
b. Ursachen und mögliche symptome einer erkrankung sowie zu Grunde liegende Prozesse - die Rolle von Körper und Geist
c. Behandlung der häufigsten Rückenprobleme
5. Angesprochen werden beispielsweise im Bereich des unteren Rückens:
a. Erkrankung der Bandscheiben
b. Instabilität
c. Facettengelenksyndrom
d. Iliosakralgelenks-Dysfunktion
e. Weichteil-Erkrankungen: Muskeln, Bänder, sehnen
6. schrittweise Erörterung des Umgangs mit diesen Erkrankungen mit den Mitteln des Yoga (vor allem durch Bewegung und Atmung in Rahmen von intelligent strukturierten Asanafolgen)
7. Befassung mit den klassischen Yoga-Methoden von Krishnamacharya (Vinyasa krama und sequenzenbildung, sikshana/Rakshana usw.) kombiniert mit modernen medizinischen Konzepten (Schmerzfreiheit,
Mobilität, stabilität, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Flexibilität u.a.).
8. Was sollte ein/e Yoga-Lehrer/in über die modernen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten und die gängigsten operativen Eingriffe (z.B. Hüftgelenksersatz) wissen?
9. Übersicht über die Rolle des Geistes, Pranayama sowie Möglichkeiten der Visualisierung und imagination im Rahmen der Behandlung.
10. Überblick über die ayurvedische Perspektive und die am häufigsten verwendeten ayurvedischen Rezepturen zur Behandlung dieser Erkrankungen.